Ich habe einige Beiträge, die ich schon seit einer ganze Weile bei mir “in der Pipeline” bzw. im Entwurfsorder rumschleppe. Bevor die hier vergammeln, meterdick Staub angesetzt haben und bis zu Unkenntlichkeit vergilbt sind, will ich die doch kurz durch den Veröffentlichungsmechanismus durchjagen. Auch, wenn die nicht wirklich fertig geschrieben und revidiert sind.
Hier also nun der dritte Beitrag, erstellt im März 2011:
Die FNP kolportiert, wir hätten doch bei jedem Spiel ein Auswärtsspiel.
Worin in aber nicht übereinstimme ist der Punkt der “mangelnden Unterstützung“. Das ist ein altbekanntes Problem. Man kann sich zwar rausreden und sagen, es sei historisch gewachsen – aber genau das ist es eben nicht! Denn eigentlich ist es historisch geschrumpft, um ganz korrekt zu sein.
Denn was viele immer wieder gern vergessen: Der FSV hat von 1992 bis 2008 im Amateuerfussball gespielt. Zwar nicht direkt in der Bezirksliga, aber auch nich sehr viel weiter darüber. Mit dem schnellen Aufstieg ins Profigeschäft vor zweieinhalb Jahren (wir sind erst in der dritten Zweitligasaison der Neuzeit) ist auch der Bedarf an Zuschauern schnell gewachsen. Schneller, als er sich selbst entwickeln konnte. Denn Unterstützung von außen gab es keine – an dieser Stelle sei ein freundlicher Gruß an Herrn Hanau und die versammelten Pressevertreter da draussen gerichtet. Und von innen gab es auch wenig bis gar keine Unterstüzung, denn nach einer Beinahe-Pleite hatte man durchaus wichtigeres zu tun, als sich im Fanentwicklung zu kümmern. Und statt dessen sich die versammelte Lokalsportreporterschaft dies als Herausforderung und selbstreflektiv als Kritik annimt, wird an einem Umstand rumgemäkelt, den man selbst mit verursacht hat!
Das schlimme daran ist, dass genau in jener Zeit, nennen wir sie einfach mal “Kommerzialisierung des Profifussballs“, haben viele andere Klubs in der näheren Umgebung einfach bessere Arbeit getan – was ihnen nicht auch zuletzt durch die sportlichen Erfolge wesentlich erleichtert wurde. Nun sitzen wir da und müssen uns eben gegen Konkurrenten wie die Eintracht, die 05er, die Kickers und, ja auch Wehen Wiesbaden behaupten. Auch Kaiserslautern und Hoffenheim sind im Grunde im Frankfurter Einzugsgebiet.
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