Ich habe einige Beiträge, die ich schon seit einer ganze Weile bei mir “in der Pipeline” bzw. im Entwurfsorder rumschleppe. Bevor die hier vergammeln, meterdick Staub angesetzt haben und bis zu Unkenntlichkeit vergilbt sind, will ich die doch kurz durch den Veröffentlichungsmechanismus durchjagen. Auch, wenn die nicht wirklich fertig geschrieben und revidiert sind.
Hier also nun der erste Beitrag, erstellt im August 2010:
Wieder einmal bringe ich hiermit das leidliche Thema der “Fantrennung” auf den Tisch. Denn irgendwie fühle ich mich hinter diesem Zäunchen am Trainingsplatz nicht wirklich sicher. Abgesehen davon finde ich es ziemlich bescheiden, nur über umständliche Umwege in das eigentlich glücklicherweise nahe gelegene “Kneipenviertel” auf der oberen Berger Straße zu kommen.
Denn was hindert denn mögliche Fan-Chaoten daran, auf dem Parkplatz der Eissporthalle aktiv zu werden? Oder in der U-Bahn-Station der Eissporthalle – der ja als “Gästefan-Zugang” mehr oder weniger deklariert ist? Nichts und niemand! Ausser den drei bis fünf in ihren Kampfmonturen unbeweglich erscheinenden Polizisten, die da manchmal rumstehen und den Eindruck vermitteln, sie sollten eigentlich ganz woanders sein, nur haben sie den Weg dorthin nicht gefunden.
Das ganze Sicherheits-”Konzept” scheint mir den Untertitel “Aus den Augen, aus dem Sinn unserem Verantwortungsbereich.” zu tragen.
Der kicker macht meine Vorstellung sogar amtlich:
Mit einer Strafe des DFB rechnet der FC Carl Zeiss Jena nicht. Fußballvereine sind “generell für das, was außerhalb des Stadions passiert, nicht zur Verantwortung zu ziehen”, begründete Trautmann. Nur für die Sicherheit innerhalb des Stadions sei der Verein verantwortlich und auch haftbar zu machen.
via kicker.de
Für mich klingt das ein wenig nach dem Schwarzen-Peter-Spiel von Duisburg: “Die Konzepte entsprachen alle den gültigen Regelungen und Gesetzen – ich kann dafür nichts / es ist nicht meine Schuld.”
Nun weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie die Wegeführung in Jena ist – ich war damals beim Pokalspiel nicht vor Ort. Nichts desto trotz sind die Ausschreitungen dort im Spiel gegen Saarbrücken der Stein meines Anstoßes:
Die gegenseitigen Provokationen der beiden Lager sorgten schon während der Drittliga-Partie für Furore, doch die Ordner und Einsatzkräfte im Ernst-Abbe-Sportfeld konnten gröbere Ausschreitungen noch verhindern. Nach Ende der Begegnung eskalierte die Situation dann außerhalb des Stadions.
via kicker.de
Und:
Nach den schweren Ausschreitungen von 150 Randalierern im Anschluss an das Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken (0:7) hat Fußball-Drittligist Carl Zeiss Jena einen Maßnahmenkatalog beschlossen. Dies gab der Verein nach einer Sitzung mit Vertretern der Jenaer Polizei, des Thüringer Innenministeriums, der Bundespolizei, der Jenaer Fanbetreuung und des Fanprojektes Jena bekannt. Unter anderem soll dabei eine Lösung der An- und Zufahrtsproblematik rund um das Jenaer Stadion gefunden werden.
“Der bisherige Zustand, dass sowohl den Heim- als auch Gästefans für die An- und Abreise nur eine Zuwegung zur Verfügung steht, wird nach wie vor als Sicherheitsnadelöhr gesehen”, teilte der Verein mit. Konkrete Lösungansätze des Stadionbetreiber seien bereits angeschoben worden.
via 11Freunde.de
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