An ihrem letzten Heimspiel der vorigen Saison hatte Union Berlin die Arminia aus Bielefeld zu Gast. Ich war zufällig aus beruflichen Gründen in der Hauptstadt und konnte so auch nicht das FSV-Spiel in Ahlen besuchen.
Ein Leidenskollege, der auch oft auf den gleichen Veranstaltungen für einen anderen Brötchengeber seinen Frohndienst verrichtet, hatte mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte mitzukommen. Er ist Arminia Fan – naja, so was soll vorkommen. Ich brauchte gar nicht überlegen, ob ich da mit will und hatte sofort zugesagt. So begab es sich, dass ich bei einer der Union-Bootstouren mit der Eddyline mitfahren konnte.
Da die Tour recht kurzfristig auf 13 Uhr vorverlegt wurde hatte ich zunächst bedenken, ob ich überhaupt rechtzeitig in Berlin sein kann. Ich wollte vorher unbedingt meine Arbeit erledigen, damit ich mich nach dem Spiel nicht mehr darum kümmern musste. Zum Glück fuhr noch ein Zug früher als der, den ich gebucht hatte, und so ging’s um 5:55 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof los.
Nachdem ich gerade rechtzeitig alles erledigt hatte, im Hotel eingecheckt war und zur Friedrichstraße rübergefahren bin, ging es dann um Punkt 13 Uhr los. Ich war auf dem Gemischt-Schiff mit Unionern und Arminen. Nach den Ereignissen im Hinspiel in der Bielefelder SCHÜCO-Arena hatten sich die Union-Fans darum gekümmert, dem in den Tumulten verletzten Opa Kapito und die ebenfalls verletzte Service-Kraft Gill, einzuladen. Und das auch noch richtig: mit VIP-Shuttle in Bielefeld abgeholt, Stadtrundfahrt, Bootstour, Fussball-Spiel und Shuttlefahrt zurück nach Bielefeld – das ganze Programm sozusagen! Eine feine Geste der auf Widergutmachung sinnenden Unioner.
Ja, aber was soll ich hier großartig von der Spreefahrt erzählen? Man sagt ja sowieso immer: Bilder sagen mehr als 1.000 Worte. Aber wundert euch nicht, dass die so dunkel sind – es war jetzt nicht gerade das schönste Sommerwetter!
Mit der Eddyline zum Union-Spiel
Die Eddyline fährt immer im August und September sowie im April und Mai von Stadtmitte zur Alten Försterei nach Köpenick. Der Fahrpreis betrug nur sieben Euro, Bier und Würstchen gab es an Bord. In etwa vier Wochen spielen wir wieder in Berlin in der Alten Försterei – Vielleicht kriegen wir ja ein paar Leute zusammen, um uns dafür anzumelden?
Es sei denn natürlich, die Unioner können uns nicht leiden, was nach der Bilanz der bisherigen Begegnungen durchaus im Bereich des möglichen ist – aber eigentlich sind die Eisernen ja faire Sportsleute. Viel wichtiger wird wohl sein, wie schnell die DFL den Spieltermin bekannt gibt, denn genau dieser 29. Spieltag ist der erste von den bisher nicht festgelegten.
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Mein Senf dazu: Vielen Dank an Holger für das Geradehalten der Kamera...
