Mölders versenkt Oberhausen quasi im Alleingang

So klingt zumindest der Tenor, wenn man der lokalen und … naja nennen wir es “Fach-“presse glauben darf. Das ist zwar sicherlich publikumswirksam, weil es auf eine simple Botschaft zusammen geschrumpft ist, aber es entspricht eben auch nur der halben Wahrheit.

Dabei möchte ich an dieser Steller gar nicht die drei bis fünf vergebenen Großchancen – besonders die zwei in der ersten Hälfte von eben jenem Sascha Mölders – herauststellen um so zu tun, als würde die Presse mal wieder einseitig berichten. Nein. Der Sieg geht in Ordnung – mehr als das: Er war auch in dieser Höhe verdient. Er ist aber das Ergebnis vieler kleiner positiven Faktoren, die günstig zusammenspielten. Auch wenn Mölders hierbei einfach am häufigsten den Fuß zuletzt am Ball hatte, bevor dieser im Netz zappelte.


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Da war zum Beispiel Rot-Weiß Oberhausen. Ja, die waren sogar angereist! Eigentlich müssten sie sich für diese Leistung ihr Auftreten bei ihren Fans entschuldigen. Denn das war gar nix. Bis auf die beiden brandgefährlichen Torschüße von dem 9er kam da ja überhaupt nichts. Die haben sich ja nicht mal richtig gewehrt!

Da war zum Beispiel der Support. Von der Südtribüne. Ja, auch auf die Gefahr hin, dafür auf den Deckel zu kriegen, aber ich meine: Es wird langsam. Sicher macher wir immer noch keine 90 Minuten Dauergesang, aber mal ganz ehrlich: Wenn ich 90 Minuten singen wollte, dann ginge ich wohl eher in den Kirchenchor. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass wir auch von der Zuschaueranzahl auf der Südtribüne mittlerweile einen “stabilen, unteren vierstelligen Wert“, wie man so schön in Manager-Deutsch sagen würde, vorweisen können. Ich schätze so um 1.000 bis 1.200 Zuschauer hatten wir in den letzten Heimspielen immer. Es ist zwar nicht brechend voll, aber auch nicht total leer. Es sieht auch optisch gut gefüllt aus.

Daneben ist aber auch die Summe vieler Einzelspieler, die alle wesentlich das Ergebnis beeinflusst haben. Sei es der “Schönspieler” Gjasula, der mit seiner herausragenden Balltechnik mitunter manchmal wie ein überqualifizierter Fremdkörper wirkt, was im Vergleich zum Vorjahr aber schon deutlich seltener der Fall ist). Oder der Wunderlich – dem ich schon bald den Spitznamen “Sausewind” geben würde, denn er ist einfach überall! Insgesamt erinnert mich gerade diese außerodentlich erfolgreiche Dreierkonstellation an das magische Dreieck vom VfB Stuttgart damals.

Aber auch alle anderen Spieler, wie N’Diaye, Fillinger, Konrad, Gledson (ja, in diesem Spiel auch mal er), Schlicke, Müller & Müller, Cinaz – und last but not least Klandt sind im Laufe der Saison ein ganzes Stück gewachsen. Ich glaube eines kann man ohne Zweifel festhalten: Der wiederholte Kaderumbruch hat gut getan – und zwar richtig!

Im Büro wurde ich am Montag gefragt: “Wie lange könnt ihr denn den noch halten?” – Die Frage schockte mich schon ein bischen. Denn obwohl sie auf der Hand liegt, habe ich sie mir noch nie wirklich gestellt. Im ersten Moment konnte ich nur antworten: “Ich hoffe, noch sehr lange. Ich mache mir viel mehr Sorgen um Klandts Zukunft. Weil der hat nicht nur im Moment einen Höhenflug, sondern geht schon seit Jahren ‘Ganz bös’ steil’.” Und auch jetzt – mit ein paar Tagen Abstand – sehe ich das immer noch genau so. Denn auch wenn die FNP folgerichtig spekuliert, ob nicht ein paar Spieler so außerordenltich herausragend sind, dass sie von anderen Vereinen begehrt werden könnten, muss ich sagen: nein!


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Denn es sind nicht die einzelnen Spieler, sondern das Team insgesamt. Das zu zerreissen wäre vollkommen unsinnig. Und jeder geübte Fussballzuschauer weiß, dass die Jungs zusammen gewachsen sind und zusammen spielen können. Einer alleine, woanders, wird’s nicht wirklich reissen. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind: wo wollen die denn überhaupt hin? Zu so einer Gurkentruppe wie Fürth, Duisburg, Bochum oder Augsburg? Die spielen zwar immer oben mit, aber aufsteigen tun sie ja doch wieder nicht. Einzige Perspektive ist meiner Meinung nach die Hertha – aber nur, wenn die tatsächlich aufsteigen. Denn noch weiter in den Osten will wohl niemand wirklich.

Und mal unter uns gesagt: Bei einem etablierten Erstligaklub sehe ich keinen unserer Spieler – dafür ist es einfach noch zu früh. Oder bekommen wir morgen in Düsseldorf das Gegenteil bewiesen? Ich glaube kaum. Sehr schön finde ich übrigens, dass ein Fanbus dort morgen hinfährt – zweites Auswärtsspiel in diesem Jahr, zweiter Bus: so kann’s weiter gehen!

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Über Robert

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