Fußball heute, Google Street View gestern

Herzstück des neuen Überwachungssystems der Polizei sind vier Kameras, die im März am Stadionrand auf Masten oder am Dach der Haupttribüne installiert wurden. Die Kameras können rundum schwenken. “Sie erfassen das gesamte Stadioninnere sowie den Außenbereich bis zur Nieder-Ramstädter Straße”, erklärt Polizeikommissar Peter Hohenstein. “Man kann damit sehr nah heranzoomen.” In der Tat können die Kameras gestochen scharf Gesichter in Großaufnahme auf den Bildschirm bringen.

Geschulte Polizisten wie Hohenstein steuern die Anlage von der Haupttribüne aus. Doch ein menschlicher Eingriff ist gar nicht in allen Fällen erforderlich. Mit Hilfe eines automatischen Trackingsystems kann das Überwachungssystem die Bewegungen verdächtiger Personen verfolgen. Sogar Übergaben von einer Kamera zur anderen sind automatisch möglich. Auf Wunsch wird der Laufweg einer ausgewählten Personen mit einer Linie festgehalten. Standbilder können ausgedruckt und an die Einsatzkräfte vor Ort weitergegeben werden.

via Darmstadt: Alles im Blick | Frankfurter Rundschau.

Auch schön zu wissen. Ich frage mich, warum dann Politiker immer auf Google Street View rumhacken. Ich finde das so langsam erschreckend, dass man sich als Fußballzuschauer ein bischen so vorkommen muss, wie in einem Strafgefangenenlager: immer unter Beobachtung.

Klar, gegen die Stärkung der Sicherheit aller ist nichts einzuwenden. Aber sind wir mal ehrlich: haben die Videoüberwachungskameres schon mal irgend ein Verbrechen oder eine Straftat ernsthaft aufklären können? Meistens war es doch bisher immer so, dass entweder die Kamera gerade woanders hinguckte oder die bilder so schlecht waren, dass man nichts erkannt hat.

Aber vielleicht kann sich ja die polizei noch ein kleines Zubrot verdienen und den Vereinen das Video-Material zur Verfügung stellen um zweifelhafte Schiedsrichter-Entscheidungen doch mit Video-Beweismaterial zu untermauern. So was geht ja beim DFB gern mal “verloren”.

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Über Robert

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